Gares

Donnerstag, 1. Mai 2008

Italienische Maden

Na, zumindest sieht der "rohe" Zustand der gefüllten Auberginen so aus:
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Eine Empfehlung meiner italienischen Patientin und nach einer Kostprobe vor Ort für äußerst lecker befunden.
So sah dann mein Ergebnis aus:
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Sonntag, 24. Februar 2008

Änderungen

Was für den einen schlecht ausgeht, kommt anderen zu Gute.
Zumindest hat es gerade den Anschein, als ob nach ganz vielen Versuchen (in schlechtem Allgemeinzustand) diesmal mein Versuch, Brot essbar zu backen, (in besserem Allgemeinzustand) gelingen möchte.

Montag, 23. Juli 2007

Italienisch für Pilze

Sie schwenkte die frischen Pfifferlinge in zerlassener Kräuterbutter und schob dann die kleingeschnittenen Schalotten in die Pfanne, als sie hörte, wie die Wohnungstür aufgeschlossen wurde. Sie lächelte. Gleich würde er in die Küche kommen, sie von hinten umarmen und ihren Nacken küssen.
Doch er blieb an die Küchentür gelehnt stehen. Sie drehte sich nicht um, spürte seine stummen Blicke. Warum kam er nicht zu ihr? Sie blieb am Herd und rührte in den Bandnudeln. Noch immer kein Wort von ihm. „Hey“, sagte sie leise über ihre Schulter hinweg. „Hm.“ Damit ging er ins Bad.
Sie hasste diese Situationen. Wie oft kam er nach Hause und war so mürrisch. Wenn sie nachhakte, dann war nie etwas passiert und er wäre doch gar nicht grantig.
Die Eieruhr in Form einer Zitrone klingelte.
Mit dem Daumen auf der Flaschenöffnung besprengte sie die Pfifferlinge mit Balsamico bianco und ging gedanklich alle möglichen Szenarien durch. Er hatte eine Andere! Ihr Arm drehte noch eine Runde über der Pfanne. Er könnte aber auch gefeuert worden sein und ginge trotzdem jeden Tag morgens aus dem Haus, hatte sie so etwas nicht mal in einem Film gesehen? Waren das jetzt schon drei oder vier Mal? Er muss eine Andere haben! Wieso sonst geht er auf einmal ins Fitnessstudio. Vielleicht geht er aber auch gar nicht in so eine Testosteronfabrik, sondern zu... Hör auf und frag ihn direkt. Wenn er sauer wird, hat er sich das selbst zuzuschreiben!
Sie hörte, wie er ins Schlafzimmer ging, verzupfte schnell noch einige Blättchen Basilikum und Minze über den Pilzen und goss die Nudeln ab. Wieso hatte die Eieruhr nicht geklingelt?
Ohne nochmals abzuschmecken richtete sie das Essen auf den großen, weißen Tellern an und platzierte sie auf dem Tisch. Er holte wie immer den Wein und setzte sich. Mit den Servietten in der Hand ging sie an ihm vorbei, streifte mit den Fingerspitzen seinen Rücken und nahm Platz.
Sie blickte ihn an, ein wenig neben die Augen, um seinem aufgesetzt normalen Blick nicht sehen zu müssen. „Wir müssen endlich reden.“
„Hm. Was ist?“ Er nahm Gabel und Messer in die Hände, legte sie wieder hin, sortierte sein Besteck und nahm es wieder hoch.
„Genau das. Du kommst mit einer Laune nach Hause, dass einem das Blut in den Adern gefriert, tust dann so, als ob alles in schönster Ordnung wäre und der Abend ist gelaufen. Das geht seit Wochen so!“
„Also erstmal bin ich nicht grummelig und zweitens: Ich bereite eben seit Wochen ein Projekt vor. Das braucht meine volle Aufmerksamkeit. Es soll ein voller Erfolg werden.“ Diesmal war er es, der ihren Blick umging.
„Aha.“ Sie blickte ihn forschend an.
„Ja“, sagte er fest und blickte direkt in ihre Augen.
„Das höre ich ja zum ersten Mal! Davon hast du noch nichts erzählt. Na denn mal los!“ Sie atmete erleichtert aus und ein Lächeln eroberte ihre Lippen. Fast gleichzeitig nahmen sie den ersten Bissen.
Sie kaute einige Male, schluckte und sagte: „Du… das ist… also das schmeckt…“
Er fiel ihr ins Wort: „ Ja, finde ich auch. Willst du mich heiraten und bestellen wir uns eine Pizza?“


Für Biggy

Mittwoch, 18. Juli 2007

Nachts

wünscht der Wind sehnsüchtiger
munkeln die Bäume reiner
singen die Grillen zärtlicher
glimmen die Sterne leiser
*
schmeckt dein Kuss nach Unendlichkeit
trägt deine Berührung Verlangen
schmelzen deine Augen meine Sinne
sitze ich auf dem Balkon und die S-Bahn hört sich an wie ein alter Wasserkocher und ich schreibe diese Zeilen und ich vermisse dich
*
sind nicht nur Katzen grau

Montag, 25. Juni 2007

Im Duett seziert

Ich habe meine Haut abgezogen /mutig
Blankes Seelenfleisch präsentiert sich /abwartend
Dein Wort treibt hinein /durchtrennend
Dein Gedanke wütet /wollend
Dein Tun seziert
Ich lasse zu /hilflos

Sonntag, 20. Mai 2007

Gewöhnliche Änderungen

Gewohnheiten sind dazu da, um sie zu ändern.

Donnerstag, 1. März 2007

Begegnungen

Das Licht Nummer Zehn leuchtet, während sich die beiden Türhälften hinter mir schließen. Kaum, dass diese verriegelt sind, erlischt Nummer Zehn und Nummer Neun leuchtet auf. Der Fahrstuhl hat sich unmerklich in Bewegung gesetzt und, wie immer, spüre ich keine Fahrt.
Nummer Acht.
Nummer Sieben.
Heute dauert es länger als sonst, ich kann mich nur schwer konzentrieren und der Müdigkeit ein Wartemal-Schild vorhalten.
Nummer Sechs ist während eines Gedankens vorbei und Nummer Fünf ist soeben erloschen. Keine merkliche Fahrt.
Die letzten Nummern nicke ich mit dem Kopf ab.
Als das Licht der Nummer Eins stirbt, schweben vor mir die Türhälften auf. Ich blicke mich um und sehe nur eine holzvertäfelte Wand, wo noch vor Augenblicken Türen waren.

Im Flur vor dem Lift empfängt mich eine Schüssel Quark mit einem Suppenlöffel darin.
„Willkommen, was möchtest du zuerst tun?“
Ich antworte nicht und wende mich einer weißen Tür zu meiner Rechten zu. Der Quark hoppelt mir hinterher und bleibt neben dem Türrahmen stehen. Ich betrete das Sprechzimmer und schließe die Tür.
Wie immer alles unwirklich realistisch. Am Ende des schlauchartigen Raumes steht eine Behandlungsliege aus den frühen 80ern. Welches Jahrhundert ist mir nicht klar. Der Schreibtisch wirkt mit einem Stapel Papier an einer Ecke und einer Schreibunterlage sehr aufgeräumt. Wahrscheinlich quietscht der Drehstuhl, wenn man sich drauf setzt.
An der Wand hängt ein Medizinschrank, ein großes blaues Kreuz auf der Tür.
Leer sollte er sein, doch darin steht ein Legomännchen. Es trägt sein dümmliches Grinsen, einen Bauhelm und in den unförmigen Händen einen Presslufthammer.
Ich weiß also noch nicht, dass ich bald Rückenschmerzen bekomme, also stecke ich das Männchen in meine Wirbelsäule. Sofort geht es an die Arbeit und hämmert die Betonblöcke entlang meiner Wirbel auf. Endlich etwas Spürbares.

Ich verlasse das Sprechzimmer, ignoriere den Quark und gehe den Flur entlang, der in eine Bibliothek mündet. Meine Augen haben das Gefühl, sich an die Dämmerigkeit gewöhnen zu müssen, doch dämmerig ist es nicht. Nur unwirklich.
Die Wände sind nicht zu auszumachen, sind sie doch angefüllt mit Regalen bis unter die Decke. Messingfarbene Leitern finden sich in unregelmäßigen Abständen daran. Ein offener Kamin in der Mitte des Raumes verströmt weiches Licht, aber keine Wärme. Warm ist es auch ohne Feuer. Die Schüssel mit dem Quark ist bereits am Schreibtisch im Jugendstil angekommen und sieht mich erwartungsvoll mit den Fettaugen an.
Doch zuerst gehe ich zum Stehpult.
Darauf liegt aufgeschlagen ein schweres, großes Buch in dunkelbraunem Leder. Tu es, steht auf dem Büttenpapier. Das Buch erzählt nie das Gleiche.

Ich hebe die Schüssel auf den Tisch und beginne, den Quark zu löffeln. Er wird sowieso bald wieder da sein. Noch immer keine Emotion in mir trotz des Sättigungsgefühls.
Ich öffne die rechte Schublade und Agent Mulder setzt sich, lasziv die Beine übereinander schlagend, auf den Tisch. Du weißt, was zu tun ist, nicht wahr, fragt er mich.
Nein, antworte ich ihm, lehne mich zurück. Dafür habe ich doch dich. Nimm Bruce mit und suche mit ihm. Ich öffne die linke Schublade und Bruce Willis schnappt sich Agent Mulder und stürmt mit ihm aus der Bibliothek.

Warum hast du das getan, fragt der Quark aus der Schüssel. Ich wusste, dass er bald wieder da sein wird. Mulder nervt mich, antworte ich und stelle die Schüssel auf den Boden zurück.
Dann schlendere ich einen Halbkreis um den Kamin und setze mich in den Ohrensessel. Der Quark schiebt mir das Fußbänkchen zurecht.
Ich schlafe ein und träume.

Samstag, 3. Februar 2007

Ver[w]irrt

Menschlein, ver[w]irrtest du dich also doch
verstrebt an den Adern meines Er/Lebens.
Du bist ein Faschist nur, der hündisch ver/folgt,
ohne zu zögern-fragen-ahnen-wissenwollen.

Absichtlich schläferst du dein drittes Auge zu
und dich ein im Erbe.

Glubsch/blau/äugig verschlingst du
BILDhafte Binsen/wahnheiten.
Trägst diese intonierend durch deinen
mikromalen Kosmos in ungreifbarer Religion.

Harsch schleudere ich dir mein Eis
in deinen Herz/verstand,
ewiglich hoffend,
es möge deine Lethargie schmelzen.

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Cilia Sommer - 14. Mai, 23:23
Danke. Du hast Recht....
Danke. Du hast Recht. Auch mit dem altklug. Also dass...
Cilia Sommer - 14. Mai, 23:11

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Zuletzt aktualisiert: 17. Mai, 01:32

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Für die Beiträge, unter denen mein Name zu lesen ist, stehe ich krumm und gerade. Alles andere Inhaltliche und ggf. Verlinkte hat mit mir, meiner Meinung, Haltung und dergleichen nichts zu tun.

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